
Über 60 % der Netflix-Nutzer kommen aus dem Ausland – oder, wie Netflix sie nennt, sind „globale Abonnenten“. Und genau diese globalen Abonnenten sind es, die den Großteil des Unternehmenswachstums vorantreiben und 45 % des Quartalsumsatzes von Netflix ausmachen. Um weiter zu wachsen und diese neuen Märkte zu erschließen, musste Netflix sein Angebot an internationalen Inhalten deutlich ausbauen.

Ampere Analysis hat kürzlich einen Bericht veröffentlicht, in dem das Budget von Netflix für Eigenproduktionen dargelegt wird: gigantische 2,8 Milliarden Dollar. Davon sind jedoch über 30 % für internationale Eigenproduktionen vorgesehen.

Es ist eine gewagte Strategie, aber sie scheint für Netflix aufzugehen, da die Umsatzströme des Unternehmens Jahr für Jahr weiter wachsen, insbesondere während der COVID-19-Pandemie. Da das heimische Publikum zudem zunehmend Gefallen an ausländischen Filmen und Serien findet – wie der jüngste durchschlagende Erfolg von „Money Heist“ zeigt –, kann Netflix darauf setzen, doppelt zu profitieren und mit seinen ausländischen Titeln noch mehr Geld zu verdienen.
Doch während Netflix hier als Gewinner hervorgeht, ist der eigentliche Verlierer der Verbraucher. Derzeit sind 10 Serien für die Veröffentlichung in Frankreich, 10 Serien für die Veröffentlichung in Indien und neun Serien für die Veröffentlichung in Südkorea vorgesehen. Bei den meisten dieser Serien wird sich die Veröffentlichung in anderen Ländern entweder verzögern oder sie werden dort gar nicht erst verfügbar sein.
Während also deine Netflix-Rechnung weiter steigt, werden sie weiterhin großartige Serien und Filme produzieren und daran verdienen, zu denen du vielleicht nie Zugang haben wirst. Wie mies ist das denn?
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Aber wir sind uns fast sicher, dass das nicht passieren wird ;)